Episode 719 | Jesu Leben und Lehre
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Wenn du noch nicht genau weißt, ob du noch religiös oder schon gläubig bist, dann ist das hier deine Playlist: Das Evangelium erklärt
Die Skripte zu den Podcast-Episoden finden sich hier: Skripte Podcast
Wenn du für meinen Dienst beten willst, dann findest du hier drei aktuelle Gebetsanliegen.
Der Herr segne dich. Erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. AMEN
Jesus, Bibel, Glaube, Gott, Evangelium, Theologie, Spiritualität, Predigten, Religion
Transkript anzeigen
00:00:08: Gott wird Mensch, Leben und Lehre des Mannes der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
00:00:26: Episode sevenhundertneunzehn Die Frage nach dem größten Gebot Teil zwei Matthäus zwanzig die Verse vierunddreißig bis siebenunddreißig.
00:00:39: Als aber die Pharisäer hörten dass er die Sadocea zum Schweigen gebracht hatte versammelten Sie sich miteinander Und es fragte einer von ihnen ein Gesetzesgelehrter und versuchte ihn und sprach, Lehrer.
00:00:54: Welches Gebot ist groß im Gesetz?
00:00:58: Er aber sprach zu ihm, du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit dein dem Ganzen
00:01:09: Verstand.".
00:01:10: Der Pharisäer fragt, welches Gebot ist groß in Gesetz?
00:01:15: Damit meint er Welches Gebot hat eine große zusammenfassende Bedeutung im Gesetz?
00:01:23: Während wir bei Markus lesen, welches Gebot ist das Erste von allen, es also um die Rangordnung geht, geht es bei Matthäus um Qualität und Gewichtung.
00:01:36: Die Antwort des Herrn Jesus lautet Du sollst den Herren Deinen Gott lieben!
00:01:48: Wer in der letzten Episode aufgepasst hat, der weiß inzwischen dass man den ganzen Menschen je nach Kultur unterschiedlich beschreiben kann.
00:01:58: Bei Markus lesen wir davon das wir Gott mit unserem ganzen Herzen, Seele, Verstand und Kraft lieben sollen – hier bei Matthäus sind es Herz, Seehe und Verstand.
00:02:10: In beiden Fällen geht es darum Fünftemose sechs vers fünf wiederzugeben.
00:02:16: Warum der Unterschied?
00:02:18: Der liegt wahrscheinlich an der Zielgruppe.
00:02:21: Matthäus schreibt stärker für ein jüdisch geprägtes Publikum und bleibt mit Herz, Seele und Verstand näher an der alttestamentlich jüdischen Denkweise in der diese Begriffe nicht als getrennte Teile des Menschen gemeint sind sondern den ganzen Menschen beschreiben.
00:02:41: Markus richtet sich wahrscheinlich stärker an eine griechisch-römische Leserschaft und entfaltet den Sinn des alttestamentlichen Zitats mit Herz, Seele verstand und Kraft etwas Breiter damit auch seine nicht jüdischen Zuhörer verstehen dass Liebe zu Gott nicht nur Gefühl Anstrengung oder ein Frömmigkeitsstil ist sondern auch Einsicht Denken und Verstehen umfasst.
00:03:10: Diese Texte hier machen einen Prinzip deutlich, dass wir beim Lesen der Evangelien nicht aus dem Blick verlieren dürfen.
00:03:18: Die Evangelien sind nämlich keine Wortprotokolle im modernen Sinn!
00:03:24: Sie geben Jesu Worte zuverlässig wieder aber nicht immer in exakt den Worten die der Herr Jesus gesprochen hat – Der sprach im Alltag wahrscheinlich arameisch möglicherweise auch hebräisch.
00:03:37: Die Evangelien sind aber auf griechisch verfasst.
00:03:41: Darum begegnet uns jedes Jesus-Wort in den griechen Evangelien bereits in vermittelter Form, aus der ursprünglichen Sprechesituation heraus übertragen in eine andere Sprache eingebettet in einer Erzählung und geprägt von der Darstellungsweise des jeweiligen Evangelisten.
00:04:02: Das mindert nicht die Zuverlässigkeit der Evangelien – im Gegenteil!
00:04:07: Die kleinen Unterschiede zeigen, wie antike Geschichtsschreibung funktioniert.
00:04:12: Die Evangelisten bewahren den Sinn die Stoßrichtung und die theologische Aussage der Worte Jesu ohne mechanisch am O-Ton zu
00:04:21: hängen.".
00:04:23: So kann Matthäus hier stärker die Frage nach dem großen tragenden Gebot im Gesetz betonen?
00:04:30: Markus entfaltet dagegen deutlicher die umfassende Totalität.
00:04:36: Beide Schwerpunkte widersprechen sich nicht, sondern sie ergänzen sich.
00:04:41: Darum sollten wir auch bei solchen Unterschieden nicht vorschnell fragen welcher Evangelist hat es richtig wiedergegeben?
00:04:49: Besser ist die Frage Welchen Akzent setzt der jeweilige Evangelist?
00:04:56: In beiden Fällen bleibt die Aussage dieselbe Gott fordert keine geteilte selektive oder nur innerliche Liebe sondern die ungeteilte Hingabe des ganzen Menschen an den einen Gott, der sich am Sinai offenbart hat.
00:05:14: Der Herr Jesus ist mit seiner Antwort aber noch nicht
00:05:17: fertig.".
00:05:18: Makus XII verseinunddreißig.
00:05:22: Das Zweite ist dies.
00:05:24: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
00:05:27: Größer als diese ist kein anderes Gebot.
00:05:30: Neben das erste Gebot der Liebe zu Gott?
00:05:34: Tritt als zweites Gebot die Liebe zum Nächsten.
00:05:38: Neben das Glaubensbekenntnis tritt ein ganz kleines, fast unscheinbares Gebot aus.
00:05:45: Dritte Mose neunzehn Vers achtzehn.
00:05:48: Die beiden Gebote scheinen für den Herrn Jesus ganz eng zusammen zu gehören So wie es dann später Johannes formuliert.
00:05:56: Erster Johannes Kapitel vier Vers zwanzig.
00:06:00: Wenn jemand sagt ich liebe Gott und hast seinen Bruder, ist er ein Lügner.
00:06:07: Denn wer seinen Brudern nicht liebt den er gesehen hat kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen
00:06:14: hat.".
00:06:16: Erster Johannes fünf Vers eins.
00:06:33: Johannes ist so schön klar.
00:06:36: Wer seinen Bruder nicht erliebt, kann Gott nicht lieben und wer den liebt der Geboren hat.
00:06:42: also wer Gott liebt, liebt den, der aus ihm geboren ist – also die Glaubensgeschwister!
00:06:51: Und so gilt Erster Johannes Kapitel Vier verseinundzwanzig auch seinen Bruder lieben soll.
00:07:06: Merkt ihr, Gottesliebe und Nächstenliebe – vor allem die Liebe zu den Glaubensgeschwistern sind unterscheidbar aber nicht trennbar?
00:07:16: Das wird wenn man so will schon bei den zehn Geboten deutlich!
00:07:20: Auch dort drehen sich die ersten vier Gebote um Gott und die folgenden sechs Gebote.
00:07:28: Aber kommen wir zurück zu dem kleinen Gebot, das sich unter ganz vielen anderen in Dritte Mose neunzehn verbirgt.
00:07:51: Wir haben das schon an anderer Stelle gesehen, dass Jesus hier die Definition des Nächsten erweitert.
00:07:59: Besonders deutlich wird das im Gleichnis vom Barmherzigen Samarite!
00:08:03: Dort fragt ein Gesetzeslehrer was er tun muss um ewiges Leben zu erben und Jesus fragt zurück was im Gesetz steht.
00:08:11: Lukas X, Vers.
00:08:21: aus Deinem ganzen Herzen und mit Deiner ganzen Seele, und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem Ganzen Verstand und deinen Nächsten wie Dich selbst.
00:08:33: Merkt Ihr?
00:08:33: Die Gesetzesgelehrten zurzeit Jesu wussten um die enge Verbindung zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächste.
00:08:42: Problematisch wird es erst wenn man dann fragt wer ist mein Nächster!
00:08:47: Das ist in den Augen Jesu nämlich die falsche Frage.
00:08:51: Es geht nicht darum, die Menschheit in zwei Gruppen einzuteilen.
00:08:55: Nächste und Nicht-Nächste.
00:08:58: Vielmehr sollen wir wie Gott lieben – inklusiv allumfassend!
00:09:04: Deshalb fragt Jesus den Gesetzesgelehrten im Anschluss an das Gleichnis Lukas X, Vers.
00:09:10: thirty-six Was meinst du?
00:09:13: Wer von diesen Dreien der nächste dessen gewesen ist, der unter die Räuber gefallen war?
00:09:19: Also nicht Wer ist mein Nächster?
00:09:22: Sondern viel mehr wem kann ich mit meinen Möglichkeiten Nächste sein.
00:09:29: Halten wir fest, das erste Gebot lautet Liebe Gott und das zweite Gebot lautet Liebe Deine Nächsten so wie Dich selbst!
00:09:50: Was könntest Du jetzt
00:09:52: tun?".
00:09:53: Frage dich ganz ehrlich, ob es in deinem Leben Ausreden gibt Menschen nicht so zu lieben wie du dich selbst liebst.
00:10:01: Das war's für heute!
00:10:03: Über Arbeite und Aktualisiere jetzt deine Für-Bitte-Liste fürs Singles – In deiner Gemeinde Und bete für sie Der Herr segne dich Er fahre seine Gnade Und lebe In seinem Frieden Amen.