Episode 709 | Jesu Leben und Lehre
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Wenn du noch nicht genau weißt, ob du noch religiös oder schon gläubig bist, dann ist das hier deine Playlist: Das Evangelium erklärt
Die Skripte zu den Podcast-Episoden finden sich hier: Skripte Podcast
Wenn du für meinen Dienst beten willst, dann findest du hier drei aktuelle Gebetsanliegen.
Der Herr segne dich. Erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. AMEN
Transkript anzeigen
00:00:09: Gott wird Mensch, Leben und Lehre des Mannes der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
00:00:26: Episode sevenhundertneun Die Frage nach der Steuer Teil drei Ist es erlaubt dem Kaiser Steuern zu geben oder nicht?
00:00:36: Sollen wir sie geben oder Nicht geben?
00:00:39: Das ist die Fangfrage mit der die Gegner Jesu ihn diskreditieren wollen.
00:00:44: Dazu haben sich zwei sehr unterschiedliche Parteien zusammengeschlossen.
00:00:49: Die ultra-religiösen Pharisäer und die römerfreundlichen Herodianer.
00:00:55: Beide schicken ihre Auflauere, damit sie Jesus egal was er sagt schaden können.
00:01:02: Wenn er die Frage mit Ja beantwortet, können die Pharisääer Jesus in ihren Kreisen schlecht machen – schaut ein Römer Freund!
00:01:11: Und der will der Messias sein?
00:01:14: Wenn Jesus hingegen die Frage mit Nein beantwortet, dann können die Herodianer – mit ihren guten Beziehungen zum Herrscherhaus – diesem rebellen Jesus schnell gefährlich werden.
00:01:28: Schauen wir uns jetzt noch an, woher die Frage selbst kommt?
00:01:32: Die stammt nämlich ursprünglich weder von den Pharisäern noch von den Herodyanern sondern von den Zeloten!
00:01:41: Josefus Flavius nennt diese Richtung die vierte Philosophie neben Pharisäern, Sadozean und Essenen.
00:01:51: Die Zeloten waren eine theokratische Widerstandsbewegung, die sich ideologisch auf Judas den Galilea zurückführte.
00:02:01: Dieser erhob sich anlässlich des römischen Zensus unter Quirinius sechs Nachchristos gegen die Registrierungen und Besteuerung Judeas.
00:02:11: Zeloten waren, wie ihr Name übersetzt heißt, eiferer für Gott.
00:02:16: Für sie konnte nur Gott allein Israels Herrscher sein und deshalb war die römische Oberhoheit – für Sie schlichtweg eine Anmaßung und die Kopfsteuer der sichtbare Ausdruck dieser Blasphemie.
00:02:31: Dabei waren die Zeloten keine sauber institutionalisierte Partei sondern eine Widerstandsbewegung, deren Anhänger sich unterschiedlich stark radikalisierten.
00:02:43: Sie werden als Gruppe vor allem im Hinblick auf den jüdischen Krieg der zur Zerstörung Jerusalems führt eine wichtige Rolle spielen.
00:02:54: Noch mal kurz zurück zum Ursprung der Zeloten.
00:02:57: Der Ursprang ihrer Ideologie geht nach Josefus Flavius auf den Widerstand gegen den römischen Zensus und der Eingliederung Judeas in die römische Provinzverwaltung zurück.
00:03:13: Der Stadthalter Quirinius führt diese Vermögensschätzung durch, und in Israel regt sich Widerstand.
00:03:21: Vor allem Judas der Galilea und der Pharisäer Sadoch interpretieren diese Registrierungen als Zeichen der Unterwerfung unter Rom – für sie war die Kopfsteuer nicht bloß fiskalisch!
00:03:36: Sie bedeutete die sichtbare Anerkennung römischer Souveränität.
00:03:41: Für die Zyloten galt, Rom hat kein legitimes Recht Gottes Volk tributpflichtig zu machen weil Israel Gott alleine gehört.
00:03:52: Das Zahlen einer Steuer an den Kaiser war für sie Ausdruck politischer Knechtschaft und theologische Iloyalität.
00:04:02: Für sie steht nichts Geringeres als die gelebte Bundestreue des Gottesvolkes auf dem Spiel.
00:04:09: Jetzt wissen wir, woher die Frage nach der Steuer kommt – Sie ist nicht neu!
00:04:14: Nur wird jetzt der Herr Jesus in diesem innerjüdischen Konflikt um die hochpolitische Deutung der Kopfsteuer hineingezogen.
00:04:22: Werfen wir deshalb einen Blick auf die Antwort, die Jesus gibt.
00:04:31: Jesus aber sprach zu ihnen, Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes isst.
00:04:38: Und sie verwunderten sich über ihn.
00:04:41: Merkt ihr, gebt dem Kaiser was das Kaiseres ist und gott was Gottes iest?
00:04:46: Bewegt sich bewusst zwischen zwei extremen!
00:04:50: Die Zeloten und mit ihnen die Pharisäer lehnten die Steuer ab weil sie darin eine Anerkennung römischer Herrschaft sahen.
00:04:59: Die Herodianer und die Sadduzea akzeptierten sie als notwendiges Übel.
00:05:05: Jesus geht einen anderen Weg, er lässt sich eine Münze zeigen und fragt nach dem Bild darauf.
00:05:12: Da sie das Bild des Kaisers trägt, erkennt er an dass es eine begrenzte äußere Verpflichtung gegenüber der staatlichen Ordnung gibt.
00:05:21: Gleichzeitig lenkt er den Blick auf eine tiefere Ebene weil der Mensch selbst wie eine Münz ist!
00:05:28: Auch er trägt ein Bild.
00:05:31: Erste Moser I, die Verse XXII und XXVII.
00:05:35: Und Gott sprach, lasst uns Menschen machen als unser Bild – uns ähnlich!
00:05:42: Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über Die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen.
00:05:55: Gott hat den Menschen als sein Bild gemacht.
00:05:59: Wir sind das Abbild Gottes, nur halt nicht in Form einer Münze sondern in Fleisch und Blut sowie eine Münze dem Besitzer zeigt.
00:06:09: so sind auch wir nicht unabhängig, sondern spiegeln unseren Besitzer den Schöpfergott wieder.
00:06:16: Jesus sagt also nicht der Staat hat uneingeschränkte Autorität aber auch nicht man darf keine Steuern zahlen Stattdessen trennt er.
00:06:27: politische Pflichten können und sollen erfüllt werden?
00:06:31: Von Gottes Anspruch bleibt absolut unübergeordnet.
00:06:37: Frage Wenn Jesus davon spricht, dass wir Gott als sein Abbild geben sollen was Gottes ist!
00:06:45: Was meint Er
00:06:46: damit?!
00:06:47: Wenn die Münze das Bild des Kaisers trägt und daher in seine begrenzte Zuständigkeit fällt Dann trägt der Mensch Gottes Bild und gehört ihm auf eine umfassende Weise.
00:07:00: Was Gottes ist, meint daher primär nicht etwas Spezifisches sondern mein ganzes Sein Leben, Wille, Loyalität und Handeln – alles unterwirft sich Gottes Herrschaft!
00:07:15: Ein bisschen wie der Prophet Michael es auf den Punkt bringt.
00:07:22: Er hat dir mitgeteilt Mensch, was gut ist.
00:07:26: Und was fordert der Herr von dir als Recht zu üben und Güte zu lieben und einsichtig zu gehen mit deinem Gott?
00:07:36: Praktisch heißt das zunächst – Gott beansprucht nicht nur religiöse Handlungen sondern die innere Ausrichtung.
00:07:45: Mein Denken, mein Wollen, mein Entscheiden!
00:07:48: Zweitens betrifft es moralische Integrität.
00:07:52: Gottes Bild spiegelt sich in gerechtem und bamherzigen Verhalten gegenüber anderen Bildträgern.
00:07:59: Drittens setzt es Grenzen gegen überstaatlichen Ansprüchen, wo menschliche Autorität Gottes Willen entgegensteht gilt Gottes Vorrang ohne dass damit jede zivile Pflicht verneint wird.
00:08:13: Gebt Gott was Gottes ist bedeutet also nicht ein Teilbereich sondern meine ganze Existenz steht unter Gottes Herrschaft, konkret sichtbar in gelebter Liebe im Gehorsam und in verantwortlicher Teilnahme am öffentlichen Leben.
00:08:33: Kein Wunder, dass Jesu Gegner ihn nicht wirklich verstehen!
00:08:37: Lukas XX Verser XXVI?
00:08:40: Und sie konnten ihn in seinem Wort vor dem Volk nicht fassen – und Sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen!
00:08:52: Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.
00:08:59: Das war nicht was Sie erwartet hatten – Ihre Falle schnappt nicht zu!
00:09:04: Jesus verwandelt das entweder oder in ein geistliches Sowohl-als auch.
00:09:10: Und dass sie ihn in Ruhe lassen und weggehen zeigt, daß sie tatsächlich nicht in der Lage sind, ihn bei seinem Wort zu fassen.
00:09:18: Die Pharisäer und Herodianer geben auf.
00:09:22: Sie können sich nur wundern.
00:09:24: Ein Rabbi wie der hier aus Galilea war ihnen noch nie begegnet, einer der mit Weisheit und Autorität auch die fiesesten Fragen zur Beantworten verstand.
00:09:45: Was könntest du jetzt tun?
00:09:48: Stell dir zwei Fragen – was bedeutet es für dich dass Du ein Bild Gottes bist?
00:09:53: Und wie prägt dieses Wissen deinen Umgang mit Gott und anderen Menschen?
00:09:59: Das war's für heute!
00:10:00: Plane ihn gut deinen Ruhetag.
00:10:02: Je älter du wirst, desto mehr wirst Du ihn brauchen um leistungsfähig zu bleiben.
00:10:09: Der Herr segne Dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden.
00:10:16: Amen.