Episode 705 | Jesu Leben und Lehre
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Wenn du noch nicht genau weißt, ob du noch religiös oder schon gläubig bist, dann ist das hier deine Playlist: Das Evangelium erklärt
Die Skripte zu den Podcast-Episoden finden sich hier: Skripte Podcast
Wenn du für meinen Dienst beten willst, dann findest du hier drei aktuelle Gebetsanliegen.
Der Herr segne dich. Erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. AMEN
Transkript anzeigen
00:00:09: Jesus hat in seinem Gleichnis gerade davon gesprochen, dass der König neue Gäste einlädt.
00:00:39: Dazu schickt er seine Knechte aus.
00:00:45: Und jene Knechte gingen aus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen, die sie fanden.
00:00:53: Böse wie gute!
00:00:55: Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.
00:00:59: Der Plan des Königs geht also auf – der Hochzeitssaal füllt sich.
00:01:05: Frage Was soll die Formulierung böse wie gut?
00:01:10: Antwort Wir haben es hier mit einem Merismus zu tun.
00:01:14: Ein Merismus ist eine rhetorische Figur, bei der zwei gegensätzliche Begriffe genannt werden um die Gesamtheit eines Bereichs zu beschreiben.
00:01:25: Es geht dabei nicht um die Aufzählung der zwei Eckpunkte sondern um die Darstellung des Bereiches, der zwischen diesen Eckpunkten liegt.
00:01:36: Ein Beispiel.
00:01:41: Der Herr wird deinen Ausgang und deinen Eingang behüten, von nun an bis in Ewigkeit.
00:01:49: Wenn ein Israelid ausgeht, verlässt er das Haus – zur Arbeit auf Reisen, in potentiell unsichere Situationen hinein!
00:01:59: Wenn er eingeht, kommt er wieder heim, in Sicherheit und Ruhe.
00:02:05: Indem der Psalmist beide Endpunkte nennt, sagt Gott bewahrt dich auf deinem ganzen Lebensweg.
00:02:14: Nicht nur am Anfang und am Ende, sondern in allen Momenten dazwischen!
00:02:20: Der Merismus Ausgang-und Eingang beschreibt also die Zeit, die zwischen dem Aufbruch und der Rückkehr liegt – genau so bei Matthäus.
00:02:36: Und jene Knechte gingen aus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen, die sie fanden.
00:02:43: Böse wie gute!
00:02:45: Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.
00:02:49: Wenn hier steht böse wie Gute, dann ist das auch ein Merismus.
00:02:54: Es geht nicht darum, die Gäste in zwei moralische Kategorien aufzuteilen Hier die Guten und dort die Bösen.
00:03:03: Viel mehr will der Herr Jesus beschreiben dass alle Menschen, egal woher sie kamen, welchen Berufs sie ausgeübt haben oder auch welche Sünden sie begangen hatten.
00:03:14: Alle Arten von Menschen sind von den Knechten eingeladen worden – genau so wie es ihr Auftrag war.
00:03:22: Matthäus XXII, Vers neun So geht nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen und so viele immer ihr finden werdet ladet zur Hochzeit ein!
00:03:36: Aber ist das nicht trotzdem komisch, dass Jesus davon spricht, dass auch die Bösen eingeladen werden?
00:03:43: Ja es ist definitiv etwas provokativ.
00:03:46: Aber wir müssen nur zwei Gleichnisse zurückgehen – zum Gleichnis von den Zwei Söhnen!
00:03:52: Das hatte Jesus ja auch zu den Pharisäern und Schriftgelehrten gesprochen.
00:03:57: Und wie war dort sein Fazit?
00:04:05: Jesus spricht zu ihnen, wahrlich ich sage euch, dass die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes.
00:04:16: Denn Johannes kam zu euch im Weg der Gerechtigkeit – und ihr glaubtet ihm nicht!
00:04:23: Die Zöllne aber und die huren glaubten ihm.
00:04:26: Euch aber als ihr es saht, geräute es auch danach nicht, sodass ihr ihm geglaubt
00:04:33: hättet.".
00:04:35: Wir merken, wenn es darum geht wie man ins Reich Gottes hineinkommt.
00:04:40: Dann hat das etwas mit Reue und Glauben zu tun!
00:04:44: Das wissen wir bereits – die Bösen, die ins Reich Gottes kommen bleiben nicht böse.
00:04:50: Nur ist das im Gleichnis vom Hochzeitsmal nicht der Punkt.
00:04:54: Hier geht es darum dass alle eingeladen sind.
00:04:58: Der Hochzeitzsaal wird voll von Gästen und eigentlich hätte das Gleichnis an dieser Stelle aufhören können.
00:05:05: Tut es aber nicht!
00:05:07: Matthäus XXI, als aber der König herein kamen die Gäste zu besehen, sah er dort einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitskleid bekleidet war.
00:05:20: Es erscheint logisch dass der Könige irgendwann in den Hochzeitzsaal tritt um sich die Geste anzuschauen, die seine Knechte auf den Landstraßen Außergewöhnlich ist, was er vorfindet.
00:05:34: Nämlich einen Menschen der nicht mit einem Hochzeitskleid bekleidet war.
00:05:40: Wir bekommen hier keine weiteren Informationen über das Hochzeitkleid.
00:05:45: Natürlich ist es normal dass man sich bei einer Hochzeit entsprechend anzieht und deshalb ist es merkwürdig, dass der König einen Gast sieht ,der nicht mit einem Hochzeitzkleid begleitet war.
00:05:59: Also spricht er ihn darauf an!
00:06:01: Matthäus XXI fährst zwölf.
00:06:05: Und er spricht zu ihm, Freund!
00:06:08: Wie bist du hier hereingekommen?
00:06:10: Da du kein Hochzeitskleid
00:06:12: hast.".
00:06:13: Er aber verstummte.
00:06:15: Der Gast sagt nichts.
00:06:18: Wahrscheinlich ist ihm bewusst, dass er hätte anders angezogen sein müssen.
00:06:23: Er gibt jedenfalls keine Erklärung.
00:06:26: Da ist also jemand der sich hat einladen lassen der auch auf dem Fest erscheint, der sich aber nicht angemessen anzieht.
00:06:36: Er passt nicht zu den anderen Gästen und dieses Nicht-Passen ist so schlimm dass der König ihn entfernen
00:06:44: lässt.".
00:06:45: Matthäus XXI Vers.
00:06:47: XIII Das Sprach der Könige zu den Dienern bindet ihm Füße und Hände und werft ihn hinaus in die äußere Finsternis.
00:06:57: Da wird das Weinen und das Zähne knirschen sein.
00:07:01: Der Gast fliegt hochkant aus dem Hochzeitssaal hinaus.
00:07:06: Hier geht es rein sprachlich allerdings nicht mehr nur um die Geschichte selbst, sondern Jesus spricht jetzt über eine Realität dahinter.
00:07:15: Die Formulierungen äußere Finsternis- und Weinen-und-Zähneknirschen sind Formulierung mit denen Jesus vom endgültigen Verloren gehen redet – einfach gesagt Der hinaus geworfene landet in der Hölle.
00:07:31: Warum?
00:07:32: Weil er kein Hochzeitskleid getragen hat!
00:07:35: Frage, wofür steht das Hochzeitzkleid?
00:07:39: Antwort wissen wir nicht genau.
00:07:42: Ausgehend von der Geschichte kann es sich um ein Kleidungsstück handeln dass der König seinen Gästen zur Verfügung gestellt hat.
00:07:50: Das Hochzeitkleid wäre dann Gottes Rettung und Gerechtigkeit mit der er die Gläubigen beschenkt.
00:07:57: Entschöner Gedanke.
00:07:59: Denn wie heißt es bei Jesaja?
00:08:02: Jesaja, einundsechzig verszehn.
00:08:05: Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils den Mantel der Gerechtigkeit mir
00:08:11: umgetan.".
00:08:12: Das ist eine Möglichkeit!
00:08:14: Natürlich könnte das Hochzeitskleid auch einen Hinweis auf die gerechten Taten der Gläubigen sein.
00:08:21: Wir werden ja gerecht gemacht, umgerecht zu leben.
00:08:26: So heißt es Erster Johannes Kapitel drei, Vers sieben.
00:08:32: Kinder, niemand verführe euch!
00:08:35: Wer die Gerechtigkeit tut ist gerecht wie er gerecht ist.
00:08:40: Und in der Offenbarung lesen wir einen Text, Der sich inhaltlich ganz eng an unser Gleichnis anlehnt.
00:08:48: Offenbahrungen neunzehn, die verse sieben und acht Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben Denn Die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Frau hat sich bereit gemacht.
00:09:04: Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleidete in feine Leinwand glänzend rein, denn die Feineleinwand sind die gerechten Taten der
00:09:15: Heiligen.".
00:09:17: Das ist also die andere Möglichkeit – das Hochzeitskleid.
00:09:21: als ein Bild für die gerechte Taten gibt es keinen abschließenden Hinweis.
00:09:31: Wenn ich raten müsste, würde ich sagen das Hochzeitskleid steht für eine Haltung.
00:09:38: und welche das ist schauen wir uns in der nächsten Episode an!
00:09:54: Was könntest du jetzt tun?
00:09:57: Suche doch mal durch eine Internetabfrage nach zehn Beispielen für den Gebrauch des Merismus im Deutschen.
00:10:05: Das war's für heute Wenn du für den geistlichen Dienst von Familie Fischer beten würdest, wäre das super.
00:10:13: Drei aktuelle Anliegen findest Du in der App!
00:10:17: Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden.
00:10:25: Amen.